Besondere Infos und Spruch des Tages!

 

 

Spruch des Tages:

 

Und täglich quietscht (und lärmt!) die Deutsche Bahn:
Ein Bericht von SWR aktuell

 

http://www.swr.de/landesschau-rp/bahnlaerm-in-freinsheim-und-taeglich-quietscht-die-deutsche-bahn/-/id=122144/did=18853986/nid=122144/1anz3qk/index.html

 

 

 

Spruch des Tages:

Verkehrssprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament,

Claudia Schmidt, an die Gewerkschaft "vida", 2. Februar 2017:
"Gewerkschaft und Eisenbahn versuchen nun seit einem halben Jahrhundert, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, indem sie die Kosten der Konkurrenz durch Steuern erhöhen. Mittlerweile wird die ÖBB jedes Jahr mit Milliarden subventioniert, während Frächter und Autofahrer mit Milliarden besteuert werden. Das Konzept geht immer noch nicht auf, aber die Allgemeinheit zahlt dafür. Gerade dieärmeren Haushalte müssen die gestiegenen Transportkosten an der Supermarktkassa bezahlen, Lebensmittel braucht jeder gleich viel."

 

 

 

 

 

 

 

Witz des Jahres:

Hessischer Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) im Oktober 2016:
"Tatsächlich ist es eine gute Idee, die in Deutschland zulässige Güterzuglänge besser auszunutzen. Die gleiche Gütermenge wäre mit weniger Zügen zu bewältigen. Diese Effizienzsteigerung hätte den schönen Nebeneffekt, dass wir auch eine Lärmminderung erreichen: Statt viele kürzere Züge fahren weniger Züge in Standardlänge. Dieser Ansatz ist daher aus Sicht des Landes Hessen zu begrüßen", sagte Al-Wazir.

 

 

 

Gelegentlich hört man bei nicht Betroffenen den Kommentar:

 

„Da sind die Bahnanlieger selber schuld, die Bahn war ja vor den Häusern da“. Auch im Netz findet man solche Kommentare, bei denen man oft den Eindruck hat, sie seien von interessierter Seite „bestellt“.

Fakt ist natürlich, dass auch Gebäude erstellt worden sind, als die Bahn „schon da“ war. Wir haben mit solchen Anliegern auch oft Gespräche geführt. Einhelliger Tenor war, dass zu diesem Zeitpunkt der Güterverkehr noch nicht so ausgeprägt, mit so vielen Zügen, war, und die heute klappernden bis zu 60 Jahre alten Waggons auch noch „etwas jünger“ waren.

Aber jeder wird wissen, dass der Bahnbetrieb mit der ersten Lokomotive am 07.12.1835 mit dem öffentlichen Personenverkehr begann. In 1836 kam es erstmals zu einem „vorerst einmaligen Gütertransport“ (Wikipedia) mit 2 Fässern Bier. 1839 kam es nach dem Umbau von zwei Personenwagen zu einem ersten regulären Gütertransport. Der Neubau von Eisenbahnstrecken erfolgte zuerst durch private Gesellschaften.

Nach der Reichgründung 1871 wurden vereinzelt Staatsbahnen betrieben. Die in dieser Zeit gebauten Privatbahnen dienten in der Regel dem Regional- und Nahverkehr.

1924 entstand die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft. Im Vordergrund stand schon in diesen Perioden der Personenverkehr, weshalb die gebauten Eisenbahnstrecken auch über Bevölkerungs-Regionen (Städte, Dörfer) geführt worden sind, wo Gebäude stehen, deren Baujahr bis in das 15. Jahrhundert zurückgeht.

Der Güterverkehr, um den es hier geht, erreichte seine heutige Dimension mit der Globalisierung, aber der Bahnsektor mit der Politik haben nichts getan, um sich dieser Entwicklung anzupassen. Selbst was jetzt auf Druck der Bürgerinitiativen geschehen soll, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Kein Gesamtkonzept für den Güterverkehr (z.B. Umleitung in Tunnels etc.), keine wesentlichen Innovationen, im Großen und Ganzen immer „weiter so“.

Zum Schwachsinn der Behauptung (siehe oben) „die Bahn war ja vorher da“, nachstehend zum Jahresende zwei schöne „Feststellungen“:

 

Spruch zum Jahresende:


Posting aus drehscheibe-online.de vom 18.8.2016:
"Die Bahn war definitiv vor den Anwohnern da."
Ach deshalb haben die Römer ihr Kastell in Boppard neben dem Bahnhof errichtet, damit sie bequem mit Bahn von Roma Termini aus anreisen konnten...


Posting aus drehscheibe-online.de vom 18.8.2016:
...hat man dir denn im Eisenbahngeschichtsunterricht nicht
beigebracht, dass die Eisenbahn schon immer da war und deshalb alle
Rechte von Natur aus hat? Die Bahn gabs schon vor dem Rhein. Kuck dir doch mal auf der Landkarte an, wie sich sogar der Fluss der Eisenbahn angepasst hat.....